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Nonverbale Kommunikation und digitale Medien: Grenzen und Möglichkeiten ``virtueller`` Face-to-Face-Kommunikation.

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9 den kommunikativen Vorgang beim Schreiben (oder später beim Lesen). Die einfachste Art der Vermittlung „klassischer“ nonverbaler Kommunikation  ist  die  Übermittlung  von  (möglichst  beweglichen)  realen Menschen-Bildern.  Dies  ist  zum  Beispiel  in  Videokonferenzen  der  Fall, aber auch in verschickten Filmen.   Die  relativ  neue  Möglichkeit,  über  das  Handy  Bilder  zu  verschicken, scheint im Hinblick auf die technische Umsetzung noch nicht das Optimum erreicht  zu  haben,  das  die  Werbung  verspricht.  Trotzdem  scheint  es schneller und einfacher als per E-Mail zu sein. Dies ist eine Entwicklun g, von der noch einige technische Verbesserungen zu erwarten sind.   Vollkommen  auf  reelle  Bilder  verzichten,  müssen  zum  Beispiel  Akteure eines Chats12. 3.3 Bedingungen unter denen neue digitale Medien Face-to- Face-Kommunikation leisten können Im  Jahr  1999  gab  es  and  der  Universität  Köln  ein  Forschungsprojekt13, das sich mit der Wahrnehmung digital vermittelter und zusätzlich zum Teil visuell   verfremdeter   nonverbaler   Zeichen   befasste.   Es   handelte   sich allerdings  nicht  um  „virtuelle“  Face-to-Face-Kommunikation,  sondern  um ein beobachtetes Gespräch, was im Nachhinein bewertet wurde. Da hier aber    die    digitale    Vermittlung    und    die    durch    diese    Vermittlung wahrgenommenen    Zeichen    im    Vordergrund    standen,    sollen    die Ergebnisse kurz zusammengefasst werden und es soll geschaut werden, inwieweit man diese Ergebnisse mit dem Thema der „virtuellen“ Face-to- Face-Kommunikation in Relation setzten kann.   In  dem  genannten  Projekt  wurden  Sequenzen  eines  Gespräches  durch außenstehende  Beobachter  bewertet.  Diese  Sequenzen  wurden  auf  drei Arten  übermittelt:  über  Video,  als  Drahtgeflechtmodell  und  als  Modell  in dem nur Kopf, Hände und Füße zu sehen waren.   Die   Auswertung   der   Kölner   Studie   zeigte,   dass   computersimuliertes nonverbales Verhalten sozio-emotionale Eindrücke auslöst, die mit denen vergleichbar  sind,  die  durch  das  Zeigen  eines  Videobandes  ausgelöst                                                 12 Mit Ausnahme der erwähnten Emoticons. 13 Vgl. : Bente et al. (1995).
  
Einführung in die Telekommunikation (Uni-Taschenbücher L)
von Gerd Siegmund
Siehe auch:
Taschenbuch der Telekommunikation
Lexikon der Kommunikations- und Informationste...
Grundkurs Mobile Kommunikationssysteme: Von UMT...
Technik der Netze, Band 1: Klassische Kommunika...
Telekommunikation mit ISDN und ADSL: Teilnehmer,...
Handbuch für die Telekommunikation
 
   
 
     
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