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Nonverbale Kommunikation und digitale Medien: Grenzen und Möglichkeiten ``virtueller`` Face-to-Face-Kommunikation.

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7 3. Neue digitale Medien Digitale Medien bedienen sich in der Übermittlung von Inhalten, genau wie die     elektronische     Datenverarbeitung    dem    binären    System.    Die entscheidende Abgrenzung ist aber durch den Begriff „Medien“ gegeben. Medium heißt in der wörtlichen Bedeutung „Mittel“ oder „Vermittelndes“8. Die    unterschiedlichen    Ausprägungen    des    Sprachgebrauches    von „Medium“ ausführlich zu erörtern gehört nicht in diese Arbeit, es soll aber festgehalten  werden,  dass  in  diesem  Fall  von  dem  Begriff  „Medium“  als Kanal im Sinne der Kommunikationsvermittlung ausgegangen werden soll.   3.1 Charakteristika, die neue digitale Medien auszeichnen Ganz  allgemein  kann  man  sagen,  dass  sich  die  digitalen  Medien  durch ihre schnelle Informationsvermittlung auszeichnen. Nach Faulstich handelt es sich bei digitalen Medien um sogenannte „Terziärmedien“9, die dadurch definiert werden, dass sie sowohl auf der Produzenten -, wie auch auf der Empfängerseite einen Technikeinsatz benötigen, um die zu vermittelnden Zeichen   zu   senden   und   zu   empfangen. Somit   tritt   hier   schon   eine Selektion auf, die bewirkt, dass nur diejenigen miteinander kommunizieren können, die über das entsprechende technische Equipment verfügen. Bei Mobiltelefonen geht diese Selektion  sogar soweit, dass bestimmte Bilder nur zwischen Handys gleicher Marke ausgetauscht werden können Es  werden  immer  mehr  Technologien  entwickelt,  die  mit  eben  dieser Schnelligkeit     nun     hauptsächlich     oder     ausschließlich     persönliche Informationen weitergegeben. Dies kann zum Beispiel in Form von E-Mails geschehen,  die  weitestgehend  mit  dem  herkömmlichen  Brief  verglichen werden  können,    in  Form  des  Chat,  der  einem  persönlichen  Gespräch ähnelt  oder  in  Form  einer  SMS10,  die  man  als  eine  Art  Mischform  von Beidem sehen könnte. Gerade  die  digitalen  Medien  lassen  sich  nicht  nur  zur  Vermittlung  der Kommunikation,     sondern     auch     gut     zur     Ermittlung     nonverbaler                                                 8 Faulstich (1995), S. 19. 9 Faulstich (1995), S. 20. 10 Auch wenn der Begriff SMS (short message service) eigentlich das System der Vermittlung meint, wird es in dieser Arbeit analog zum allgemeinen Sprachgebrauch auch für die mit diesem System vermittelte Nachricht gebraucht.  
  
Einführung in die Telekommunikation (Uni-Taschenbücher L)
von Gerd Siegmund
Siehe auch:
Taschenbuch der Telekommunikation
Lexikon der Kommunikations- und Informationste...
Grundkurs Mobile Kommunikationssysteme: Von UMT...
Technik der Netze, Band 1: Klassische Kommunika...
Telekommunikation mit ISDN und ADSL: Teilnehmer,...
Handbuch für die Telekommunikation
 
   
 
     
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