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Allgemein sieht es so aus, als würde die Nutzung der neuen digitalen
Medien die persönlichen Kontakte innerhalb unserer Gesellschaft nicht
verdrängen. Selbst Kontakte, die über das relativ unpersönliche Medium
Chat geknüpft werden, werden im weiteren Verlauf intensiviert durch den
Gebrauch von E-Mail oder Telefon, was die persönlich Komponente
wieder verstärkt.
Es bleiben Fragen offen. Unklar ist zum Beispiel wie schnell sich die
Technik dahingehend entwickelt, dass man in Echtzeit über das Handy zu
bezahlbaren Tarifen videovermittelt kommunizieren kann. Dies wäre
eventuell dann eine Alternative, die sich durchsetzen könnte. Bedenkt
man jedoch, dass die Technologie des Bildtelefons im Festnetz bisher
auch keine bemerkenswerten Umsatzzahlen eingebracht hat, schwindet
die Attraktivität dieser Alternative.
Effektiven Nachteil für die kommunizierenden Akteure hat eine fehlende
virtuelle nonverbale Kommunikation offensichtlich nicht.
Wie es scheint zieht einzig die Werbung einen Nutzen daraus, dass neue
Technologien entwickelt oder bereits bestehende weiterentwickelt werden
und somit möglich gemacht wird, nonverbale Signale zu übermitteln.
Die zunehmende Werbung, die auch über SMS verbreitet wird, könnte
zum Beispiel eine Nutzen daraus ziehen, dass möglichst reale nonverbale
Signale auch über die neuen digitalen vermittelbar werden, da sich eine
möglichst lebhafte mündliche Darstellung positiv auf die Glaubwürdigkeit
von Informationen auswirkt26.
Eigentlich müsste man sowohl die unterschiedlichen Technologien, als
auch die unterschiedlichen Nutzertypen noch stärker differenzieren.
Zusätzlich würde es von Vorteil sein auch zwischen der privaten und der
gewerblichen Nutzung noch einen stärkeren Kontrast zu zeichnen. Dies
würde allerdings den Rahmen dieser Arbeit sprengen.
26
Vgl.: Herr/ Kardes/ Kim (1991), z.B.: S. 456.
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