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Nonverbale Kommunikation und digitale Medien: Grenzen und Möglichkeiten ``virtueller`` Face-to-Face-Kommunikation.

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15 lediglich   die   Kanalvielfalt,   die   aber,   wie   dargestellt   versucht   wird auszugleichen. Die  neueste  Entwicklung  auf  dem  Handy-Markt  bietet  die  Möglichkeit neben Fotos auch kleine Animationen und Filmchen zu übermitteln.   Es gibt einen Werbespot, in dem sich eine junge Frau hübsch macht und   dann mit ihrem Handy ein Foto von sich schießt. Sie sagt dazu „Ich  liebe Dich“ und schickt die Botschaft einem jungen Mann, der diese Nachricht in einem vollen Bus empfängt. Er öffnet die Nachricht, sieht das Bild seiner Freundin und hört die Liebeserklärung, die ihn offensichtlich sehr entzückt. In einer realen Face-to-Face-Kommunikation hätte er sicherlich auf diese Liebeserklärung in verbaler oder nonverbaler Weise geantwortet. In dieser Situation tut er es jedoch nicht. Theoretisch könnte er auch von sich ein Bild aufnehmen und dazu sagen „Ich freue mich sehr über deine Nachricht und ich liebe Dich auch“ und ihr dies Nachricht übermitteln. Das tut er aber nicht. Somit liegt hier keine Interaktion vor und damit fehlt ein wesentliches Element der Face-to-Face-Kommunikation. Ob dieses Nutzungsschema, Bilder oder Filmchen zu empfangen, aber nicht auf gleiche Weise zu beantworten typisch ist, kann man wegen mangelnder Erfahrung noch nicht sagen24. Sagen kann man jedoch, dass dann keine Interaktion und somit keine Face-to-Face-Kommunikation stattfindet. Diese  Entwicklung  steckt  insgesamt  noch  in  den  Kinderschuhen.  Die Bildqualität  ist  schlecht  und  das  Versenden  eines  Bildes  recht  teuer.   Nonverbale  Signale  werden  dabei  aber,  zumindest  bei  den  beweglichen Bildern, übermittelt.   Es  bleibt  ungewiss,  ob  sich  diese  Technologie  überhaupt  durchsetzen wird, denn mit Digitalkameras können qualitativ wesentlich bessere Fotos gemacht werden, welche per E-Mail kostengünstiger und auch bei Bedarf an mehrere Empfänger gleichzeitig verschickt werden. Zusätzlich können diese digitalen Bilder bei Bedarf auch noch vorher bearbeitet werden. Dies wiegt  eventuell  den  Verzicht  auf  die  Möglichkeit  der  Spontaneität  der Handybilder auf.                                                   24 Sie liegt interessanter Weise allen der Autorin bekannten Werbespots für diese neue Technik zugrunde.
  
Nachrichtentechnik: Übertragung, Vermittlung und Verarbeitung
Siehe auch:
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