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Bei der Kommunikation via E-Mail handelt es sich nicht um klassische
Face-to-Face-Kommunikation, denn es fehlt die Vielzahl der Kanäle beim
Senden und Empfangen der Informationen. Der Austausch der
Nachrichten findet außerdem schriftlich statt. Es finden sich allerdings
Ansätze, fehlende nonverbale Sig
durch
die
Benutzung
der
schon
erwähnten
Emoticons,
die
unterschiedliche Emotionen mit Hilfe von stark vereinfacht dargestellten,
um 90° gedrehten Gesichtssymbolen darstellen. Diese Symbole werden
mit Hilfe des normalen Schriftzeichensatzes verfasst19. Häufig werden die
nonverbalen Signale auch durch Worten ersetzt, die emotionsgeladene
Handlungen ausdrücken. Diese sind entweder in <> oder ** eingefasst20.
Natürlich könnte man auch mit Wort
beschreiben, oder Ironie so vermitteln, dass sie auch ohne nonverbale
Signale eindeutig als solche erkennbar ist (die Literatur bietet uns reichlich
Beispiele),
doch
ginge
diese
aufwendige
und
zeitraubende
Äußerungsform mit der spezifischen Schnelligkeit des Mediums nicht
konform. (Was nicht heißen soll, dass es so eine Form der Kommunikation
nicht trotzdem gibt.)
Mit Hilfe der Emoticons und anderer Zeichen wird eine Emotionalität
vorgetäuscht, die nicht real ist. Offensichtlich ist dies aber erwünscht.
Vielleicht soll damit auch die bei einer Face-to-Face-Kommunikation
automatisch stattfindende Wahrnehmung von Persönlichkeitszügen und
damit die Beurteilung des Gegenübers er
Persönliche in der E-Mail-Kommunikation wegfällt, erleben wir eine
gewisse Unsicherheit. Dies ist natürlich nur bei fremden
Interaktionspartnern der Fall. Schreiben wir Bekannten, wird diese
Unsicherheit durch das schon stattgefundene persönliche Erleben
ausgeglichen.
19
Das bekannteste und wohl am häufigsten Gebrauchte Symbol ist der Smiley, der
folgendermaßen aussieht: :-)
20
Zum Beispiel: *heul*, *freu*, *zwinker* u.v.m.
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